February 2019

Termine Nr. 24

Dienstag, 26.02.109
8.15 Uhr – 17.00 Uhr
Erste-Hilfe-Kurs für Lehrer/innen, NE06
Dienstag, 26.02.2019
17.00 Uhr
Schulkonferenz, LZ
Mittwoch, 27.02.2019

H9b AOK (Emmerich)
Freitag, 01.03.2019

R9a AOK (Emmerich)

Termine Nr. 23

Montag, 18.02.2019
3. – 4. Std.
R8b Lernstandserhebung Englisch (Buchauer, Hausmann) R. U12 + Druckraum
Dienstag, 19.02.2019

H9b Bewerbungstraining (Emmerich)
Dienstag, 19.02.2019
19.30 Uhr
Jg. 6 R- und G-Zweig Eltern-Info über 2. FS ab Klasse 7 in der Aula
Dienstag, 19.02.2019
19.30 Uhr
G8b Elternabend (Rampe) R. 203
Dienstag, 19.02.2019

G6a Elternabend nach Infoveranstaltung (Dr. Nottbohm) R. 104
Mittwoch, 20.02.2019
15.00 Uhr
Gesamtkonferenz in der Mensa
Donnerstag, 21.02.2019

H9a Bewerbungstraining (Schönbrodt)
Freitag, 22.02.2019

R7 + G8 (Franz.) Cinéfête (Zach)

Jazzkonzert 2019

Es war wieder einmal ein rauschendes Fest (so langsam gehen einem die Superlative aus), was die Mini-Bigband, die Big-Band und die zahlreichen Jazz-Formationen der HSS und JGS hier auf die Bühne brachten. Hits von Stevie Wonder, Justin Timberlake, den Beatles oder Pharrell Williams sowie Arrangements der Oberstufenschüler - unter anderem von Juri Wiege und Nora Pluquett - brachten die Aula zum Kochen: Hit the road Jack, Blackbird, Can't stop the feeling oder Don't you worry about a thing sorgten für einen permanenten Groove. Die Gesangssolisten Anneli Küch, Sofia Meißner und Marvin Diegel wie auch Rojda Kansiray und Anna Peter rundeten das grandiose Ereignis mit ihren Auftritten stimmlich ab. Ein wunderbarer Abend. Danke dafür. Ach ja, in den Gängen wurde wieder getanzt.

Hier geht's zur kompletten Bildergalerie.

Jazzkonzert 2019DSC_8051Jazzkonzert 2019DSC_7967Jazzkonzert 2019DSC_8108

Jazzkonzert 2019

Poster Jazz-Konzert 2019(1)

Es ist wieder soweit: Der Schulverbund von HSS und JGS lädt zum jährlichen großen Jazz-Event. In der Aula der HSS spielen die Mini Big Band der HSS, Jazz-Ensembles der JGS und die „große“ Big Band von HSS und JGS. Musikalisch gestärkt und inspiriert vom Workshop in Helmarshausen Ende Januar zeigen sich die Gruppen mit einem interessanten Querschnitt durch die Popularmusik, wie z.B. Stücken von Earth, Wind & Fire, Justin Timberlake und Pharrell Williams. Die Big Band wartet u.a. mit Beatles-Arrangements und Stevie Wonder-Songs auf, bei denen sich auch die Vokalisten Anneli Küch, Sofia Meißner und Marvin Diegel präsentieren werden.

Der Eintritt ist frei, kostenlose Einlasskarten gibt es noch an der Abendkasse.


Foto Big Band HSS.JGS

Termine Nr. 22

Montag, 11.02.2019

H9a AOK (Schönbrodt)
Donnerstag, 14.02.2019
6. Std.
Sitzung Haushaltsausschuss
Donnerstag, 14.02.2019
19.30 Uhr
Jazzkonzert in der Aula

„Mein Leben war in diesem Moment zu Ende“

Thomas Raufeisen las an der Heinrich-Schütz-Schule vor Schülern aus seinem Buch „Der Tag, an dem uns Vater erzählte, dass er DDR-Spion sei. Eine deutsche Tragödie.“

Vor 200 Schülern berichtete Thomas Raufeisen in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule davon, wie es ist, wenn man als 16-Jähriger aus einem bisherigen Leben herausgerissen wird, wenn die Familie zerstört wird und man den scheinbar sicher vorgezeichneten Lebensweg verlassen muss. Für Raufeisen wurde dies 1979 zur bitteren Realität, als der Vater die Familie in das Auto setzte, um den schwer erkrankten Großvater in der DDR zu besuchen. „Es war wie immer: Vater fuhr und Mutter verteilte geschmierte Brote an uns“, berichtet Raufeisen. Nur diesmal kam alles anders, denn die Fahrt endete nicht bei den Großeltern auf Usedom, sondern in einem „Gästehaus“ der Stasi bei Berlin. Dort offenbarte sich der Vater, denn der Besuch bei den Großeltern war nur ein Vorwand und er war nicht nur Geologe bei der Preussag in Hannover, sondern auch ein „Kundschafter des Friedens“ im Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Für Thomas brach in diesem Moment die Welt zusammen, als ihm klar wurde, dass der Vater ein DDR-Spion war, sie jahrelang hintergangen hatte und eine Rückkehr in den Westen unmöglich war. „Vater musste fliehen, denn eine Liste mit Spionen war in der Bundesrepublik aufgetaucht, und er glaubte, kurz vor der Enttarnung zu stehen“, erklärt Raufeisen den staunenden Schülern. In den folgenden anderthalb Stunden berichtet Raufeisen von der Unmöglichkeit, sich in der „tristen und grauen“ DDR einzuleben, von den unterschiedlichen Lebensverhältnissen, dem Leben in Unfreiheit und den Problemen, die er in der Schule hatte: „Freie Meinungsäußerung oder kritisches Denken waren nicht gefragt.“
Auch der Vater hatte feststellen müssen, dass er in dem Staat, den er für den besseren gehalten hatte, nicht mehr leben konnte. Die Familie plante die Flucht in den Westen, flog auf und wurde verhaftet. Thomas wurde wegen „ungesetzlichen Grenzübertritts“ und „landesverräterischer Agententätigkeit“ zu drei Jahren Haft verurteilt, die er in dem Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen und der Sonderhaftanstalt Bautzen II absitzen musste. Als Raufeisen zur Schilderung der Haftbedingungen übergeht, wird es im Publikum ganz still. Nach der Haftentlassung durfte er in den Westen ausreisen. Ob er denn sein Abitur im Westen ablegen konnte, will eine Schülerin wissen. „Ja, ich konnte auf dem zweiten Bildungsweg mein Abitur machen und studieren“, erklärt Raufeisen, „und ich hatte Nachholbedarf, denn mir sind ja wesentliche Jahre meiner Jugend gestohlen worden. Ich lebe heute ein normales Leben.“ Das Verhältnis zu seinem Vater habe sich nicht mehr vollständig normalisieren können, dazu sei der Vertrauensbruch zu groß gewesen. „Was ist mit Ihren Eltern geschehen?“, wird gefragt. Seine Mutter sei als gebrochene Frau nach der Verbüßung ihrer Haftstrafe in den Westen entlassen worden, sein Vater unter mysteriösen Umständen in der Haft ums Leben gekommen. „Vielleicht wusste er zu viel“, schließt Raufeisen seinen Vortrag.

Thomas Raufeisen hat sein Schicksal in dem Buch „Der Tag, an dem unser Vater erzählte, dass er ein DDR-Spion sei. Eine deutsche Tragödie“ festgehalten. Der Autor arbeitet hauptberuflich als Referent in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und kann als Referent der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an Schulen eingeladen werden. Ziel ist es, junge Menschen für den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur nach 1945 zu sensibilisieren.


Raufeisen 2019