Das Bretagne-Austauschprogramm
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Zur Vorbereitung des Austausches haben Unterrichtseinheiten zum Thema Bretagne seit mehreren Jahren in den Lehrplänen der beteiligten Schulen ihren festen Platz. Sie dienen der landeskundlichen Vorbereitung der Fahrt.
Um die Schülerinnen und Schüler zu einer Begegnungsfahrt zu motivieren, werden in der HSS sowie in der Reformschule die in Frage kommenden Schülergruppen gezielt angesprochen und mit Videos, Bildmaterial und Lehrervortrag vorbereitet, noch bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Ähnlich wird in jedem Grundkurs und Vorleistungskurs Französisch der Jahrgangsstufe 11 der JGS verfahren. Die Eltern werden jeweils an den Elternabenden über das Vorhaben informiert. Diese vorbereitenden Maßnahmen finden regelmäßig jedes Jahr statt.
Zeitgleich planen die Lehrkräfte, die den Austausch durchführen, das Programm des Aufenthaltes. Es sieht jeweils einen 10-tägigen Aufenthalt im Gastland vor. Nachdem den Schülerinnen und Schülern ihre Partner zugewiesen wurden, nehmen sie Briefkontakt auf. Bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern wird dazu im Unterricht Hilfe geboten.
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Das Austauschprogramm mit dem Lycée Auguste Pavie hat langjährige Tradition: seit 1981 fahren jährlich Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Schütz-Schule nach Guingamp in die Bretagne.
Diese Fahrten fanden zunächst in Kooperation mit dem Engelsburg-Gymnasium statt, einige Jahre später richtete es sich ausschließlich an die HSS und JGS Schülerinnen und Schüler. Seit 1996 kooperieren beide Schulen des Schulverbundes auch mit der Reformschule.
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Die Franzosen in Kassel
Zunächst sind es die französischen Gäste, die im Juni jeden Jahres nach Kassel kommen.
An drei Schultagen besuchen sie die Schule ihrer Partner und hospitieren in deren Unterricht. Je nach Gegebenheit erarbeiten sie an einem Projekttag oder in nur einigen Unterrichtsstunden ein gemeinsames Thema.
An den anderen Tagen machen sie Ausflugsfahrten, besuchen Museen, Fabriken oder Ausstellungen, lernen Kassel bei einer Stadtrundfahrt kennen und erkunden spielerisch durch eine Rallye das Umfeld der JGS und die Innenstadt.
Besonders gemeinschaftsförderlich ist ein gemeinsamer Ausflug mit den deutschen Partnern, bei dem eine längere Wanderung angesagt ist. Das gemeinsame Abschlussfest findet bei gutem Wetter am Bootshaus der HHS statt, sonst in der Cafeteria einer der Schulen.

Das Programm in der Bretagne
Die Fahrt in die Bretagne findet regelmäßig vom vorletzten Freitag vor den Herbstferien bis zum ersten Mittwoch der Herbstferien statt. Das erste Wochenende nach der Anreise verbringen die Schülerinnen und Schüler in den Familien.
Das Lycée Auguste Pavie hat einen gewissen Anteil an Internatsschülern. So kann es vorkommen, dass einige der Schülerinnen und Schüler während der Schulwoche mit ihren Austauschpartnern im Internat untergebracht werden müssen. Sie besetzten in der Regel diese Herausforderung positiv und bewerteten die gemachten Erfahrungen als bereichernd. Den Internatsschülern werden allerdings nur die älteren Schüler der JGS zugeordnet.
Bis auf die Wochenenden trifft sich die Gruppe der deutschen Schülerinnen und Schülern täglich. Zum gemeinsamen Programm gehören Ausflüge in die nahe und weitere Umgebung, eine Wanderung an der Côte du Granit rose, Besichtigungen und Hospitation im Unterricht. Eine Stadtrallye bringt näheres Wissen über Guingamp.
Besondere Aufmerksamkeit erfährt die Gruppe bei einem Empfang durch den Bürgermeister. Das anschließend erstellte Foto wird dann in der regionalen Zeitung erscheinen! Die Abschiedsfeier in der Schulmensa rundet am Vorabend der Heimfahrt das Programm ab. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise wird oft die Fahrt durch eine Übernachtung in Rouen oder Paris angenehm verlängert.

Betreuung

Während des Aufenthaltes in Guingamp stehen die begleitenden Lehrkräfte zur Verfügung, um sprachliche Probleme zu lösen oder auch, um Probleme, die im familiären Zusammenleben auftauchen, zu besprechen und Lösungen zu finden. Für "Notfälle" haben Schülerinnen und Schüler die Telefonnummern ihrer Lehrer. Bei den Ausflugsfahrten kommentieren die begleitenden Lehrkräfte die Sehenswürdigkeiten, verbinden dabei im Unterricht Gelerntes mit vor Ort Wahrnehmbaren und übersetzen, wenn notwendig, bei französischsprachigen Führungen. Während der Zeit, die die Schülerinnen und Schüler in den Gastfamilien verbringen, stehen sie unter derer Obhut.